Singen – deine Kraftquelle für Wohlbefinden und Gesundheit

Kein anderes Instrument ist so einzigartig, vielseitig und persönlich wie die menschliche Stimme. Sie ist ein mächtiges Werkzeug für Kommunikation und für den Ausdruck von Emotionen. Außerdem hat die Stimme ein kraftvolles Potenzial, das sie vor Allem über den Gesang entfalten kann: Durch Singen wirkt sie tiefgreifend und positiv auf Körper und Wohlbefinden ein. Für diese Wirkung braucht es überhaupt keine Anstrengung, denn sie geschieht fast auf magische Weise ganz wie von selbst. Einfach nur durch das Singen.

Wer mich kennt oder schonmal auf meinen Webseiten unterwegs war, weiß, wie wichtig mir das „stimmige Sein“ und damit die Themen Wohlbefinden und Selbstfürsorge sind. Heute möchte ich dich mit meinen Ausführungen inspirieren, das meist unterschätzte Potenzial der Stimme und des Singens für dich zu nutzen. Wenn du es ohnehin schon tust, findest du hier triftige Argumente, dir weiterhin, am besten regelmäßig, Zeit für das Singen zu nehmen. 

Ob unter der Dusche, im Auto, im Park mit FreundInnen vielleicht begleitet von Gitarre oder Ukulele, im Chor, alleine, mit und ohne Gesangsunterricht – völlig egal: Singen ist eine hervorragende Naturmedizin!

Singen für Körper, Geist und Seele

Die positiven Wirkungen des Singens auf den Körper sind vielschichtig. Von Lunge über Herz und Kreislauf bis hin zu Gehirn, Nervensystem und Immunsystem sind sie nachweisbar.

Dass Singen die Stimmung hebt, für gute Laune sorgt, energetisiert, das Gemeinschaftsgefühl stärkt und eine Wohltat für Geist und Seele ist, erlebe ich jeden Tag hier in meinem Studio für Gesangsunterricht in Köln. Auch Chorsänger*innen kennen das sehr gut. In Köln muss man nicht lange nach weiteren Beispielen suchen: was wäre der berühmte Kölner Karneval ohne seine Lieder und das gemeinsame Singen…?

Schauen wir uns mal ein paar spannende Tatsachen aus Wissenschaft und Medizin an.

Die umfassende Wirkung der aktivierten Atmung

Natürlich! Singen ohne Atmung geht nicht. Die aktivierte Atmung steigert den Sauerstoffaustausch, fördert die Durchblutung und stärkt so auf Dauer Lunge und Herz. Weil Singen so positiv auf die Lunge und ihre Funktion wirkt, wird es sogar auch in der Therapie von Lungenerkrankungen eingesetzt.

Die aktivierte Atmung wirkt sich auch positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus. Das Herz reagiert mit dem Tempo seines Schlags sensibel auf die Atmung. Durch die großen und ständig wechselnden Unterschiede von Ein- und Ausatmungsphasen beim Singen wird die Flexibilität des Herzens entsprechend gefordert. So trainiert Singen das Herz auf sanfte Art.

Singen vertreibt Stress und Anspannung

In meiner Ausbildung zur Meditationslehrerin habe ich gelernt, dass ein flexibler Herzschlag als ein Indikator für ein belastbares, gesundes Herz-Kreislauf-System und ein funktionierendes autonomes Nervensystem gilt. In der Ausbildung haben wir z.B. beim Meditieren die Herzratenvariabilität gemessen, was wirklich spannend war zu beobachten. Forschungsergebnisse zeigen eindeutig: Je flexibler der Herzschlag reagieren kann, desto besser ist der Organismus in der Lage, mit Stress und Belastung umzugehen. Und er kann schneller auf Erholung und Entspannung umschalten.

Außerdem kann längeres, langsameres Ausatmen nachweislich den Blutdruck senken und beruhigend wirken. Die verlängerten Ausatmungsphasen beim aktiven Singen sind also auch in diesem Bereich wirksam. Zu weiteren stressreduzierenden Wirkungen der Atmung findest du in folgendem Blogbeitrag eine schöne Übung: Aufregung, Lampenfieber, Bühnenangst? Mit diesen Tipps bleibst du cool! Teil1

Singen und die grauen Zellen

Singen ist eine komplexe kognitive und motorische Aktivität. Durch Singen werden die grauen Zellen fit gehalten, weil dabei zeitgleich mehrere Hirnregionen zusammenarbeiten müssen – die für Musik, Sprache, Bewegung, Gedächtnis und Emotionen.

Dazu kommt, dass Melodie und Rhythmus koordiniert werden müssen. Und dieses Zusammenspiel von Melodie (Tonhöhe, Klangfarbe) und Rhythmus (Zeit, Tempo) fördert die neuronale Plastizität – die Fähigkeit des Gehirns, sich ständig neu zu vernetzen und anzupassen. 

Wenn du regelmäßig singst, trainierst du diese Fähigkeiten und stärkst die neuronalen Verbindungen. Das wiederum unterstützt die kognitive Flexibilität und das Gedächtnis.

Singen aktiviert das Immunsystem

Mit der Atemluft treten ständig auch Bakterien und Viren in den Körper ein. Das ist uns durch Corona sehr deutlich vor Augen geführt worden. Beim Singen ist der Luftdurchfluss in den oberen Atemwegen im Vergleich zur Ruheatmung natürlich gesteigert. Der Körper ist schlau und reagiert. Einer Studie mit Chorsängerinnen und Chorsängern zufolge werden beim Singen in den oberen Atemwegen vermehrt Antikörper gebildet, die die erste Verteidigungslinie des Körpers gegen Krankheitserreger bilden. Damit liegt nahe, dass Singen auf natürliche Weise das Immunsystem unterstützt.

Singen stärkt den Vagusnerv

Unter genau diesem Titel habe ich vor einiger Zeit einen Blogbeitrag veröffentlicht. Der Vagusnerv – oder auch „Nerv der inneren Ruhe“ – ist als zehnter Hirnnerv Teil des parasympathischen Nervensystems. Er ist u.a. für Stressabbau, Ruhe und Ausgleich zuständig und hilft, besser mit belastenden Emotionen umzugehen. Hier ist der direkte link zum Beitrag: Singen stärkt den Vagusnerv. Schau doch mal rein. Dort findest du auch ein paar schöne Übungen, mit denen du deinen Vagusnerv stärken kannst.

Singen für mehr Leichtigkeit im Leben

Nun noch zu mentalen und psychischen Wirkungen von Singen. Hier mache ich im Gesangsunterricht immer wieder verblüffende Erfahrungen. Neben Profis und ambitionierten HobbysängerInnen kommen auch Menschen zu mir, die für ihren inneren Ausgleich singen möchten, einfach für Herz und Seele, zum eigenen Vergnügen und ohne irgendwelche Erwartungen oder Ansprüche. Einige von ihnen werden von ihren PsychotherapeutInnen zu mir geschickt, um durch Singen wieder mehr Leichtigkeit und Licht ins Leben einzuladen.

Für mich ist es ein großes Geschenk, wenn ich miterleben darf, wie genau das geschieht. Und dabei haben wir im Gesangsunterricht fast ausnahmslos viel Spaß gehabt und gelacht. Biologisch lässt sich das leicht erklären: Singen bewirkt nachweislich die Freisetzung von Glückshormonen wie Endorphinen und Oxytocin. 

Stärke dein Selbstbewusstsein

Deine Stimme ist eine verlässliche Stütze bei der Arbeit am Selbstbewusstsein. Wenn du „tönst“ und singst, „veräußerst“ du dich auf ganz natürliche Weise. Du tönst in den Raum und nimmst dir mehr Raum. Das alles kann behutsam in deinem Tempo laufen, darf sich langsam entwickeln oder auch in großen Schritten geschehen. Singen kann dir helfen, dein Selbstvertrauen zu stärken und dich selbstbewusster zu zeigen.

Komm in meinen Gesangsunterricht

Ich hoffe ich konnte dir Lust aufs Singen machen. Wenn du noch nicht singst, probiere es doch einfach mal aus. Solltest du etwas zögerlich sein und vielleicht zweifeln, ob du überhaupt „singen kannst“: jeder kann singen. Und hier geht es nicht darum perfekt zu sein, sondern die positiven Wirkungen des Singens zu erleben. Und wenn es wirklich überhaupt nicht klappen sollte, gibt es viele Alternativen, wie wir über deine Stimme auch ganz unabhängig vom Singen Dinge in Bewegung bringen können.

Ich kann dir versichern – wenn du es schaffst, hier mal deine Komfortzone zu verlassen, wirst du dafür sehr belohnt. So wie oben beschrieben mit einer gewissen Leichtigkeit und Fröhlichkeit oder ganz unerwartet schönen Erfahrungen.

Nimm Kontakt zu mir auf, ruf mich an oder schreibe mir. Der Gesangsunterricht findet in meiner Praxis für Gesangsunterricht in Köln im schönen Agnesviertel statt. Wenn du immer mal wieder direkt von mir hören und lesen möchtest: melde dich gerne zu meinem Newsletter an. Hier geht’s zum Anmeldebutton.

Ich würde mich freuen mit dir zusammen zu singen!

Herzlichst,

deine

Birgitta Maria Schaub

Foto Rotkehlchen © Jan Meeus auf Unsplash
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